Die Kunst das Leben zu meistern


von Paulo Coel­ho

Er ist ein­er der meist gele­se­nen Autoren der Welt. Seine Büch­er wur­den in 55 Sprachen über­set­zt und in 150 Län­der verkauft

Wer im Leben ein Ziel hat, wird gegen geg­ner­ische Kräfte kämpfen müssen; 
um diese Kräfte unschädlich zu machen, muss man ler­nen, sie für sich arbeit­en zu lassen. 

Ist unser Herz groß genug, wird es im Stande sein, 
alle diejeni­gen darin aufzunehmen, die sich unserem Schick­sal ent­ge­gen­stellen: 
und haben wir sie erst ein­mal in Liebe aufgenom­men, wer­den wir fähig sein, 
die neg­a­tive Kraft unser­er Geg­n­er unschädlich zu machen.

Wir soll­ten immer wis­sen, in welchem Augen­blick wir welche der vier Eigen­schaften nutzen müssen, die uns die Natur lehrt: 
hart sein wie ein Dia­mant oder biegsam wie eine Fed­er oder großzügig wie das Wass­er oder leer wie die Luft. 
Rührt unser Prob­lem vom Feuer her, bringt es nichts, es mit noch mehr Feuer zu bekämpfen, weil dies den Brand nur anfachen wird. In diesem Fall hil­ft nur Wass­er. Das Prob­lem wird uns niemals sagen, wie es zu bekämpfen ist — die Lösung kön­nen nur wir selb­st find­en.

Wir soll­ten nicht ständig auf die Prob­leme star­ren, die sich uns in den Weg stellen: son­st wer­den wir am Ende von ihnen hyp­no­tisiert und hand­lung­sun­fähig gemacht. Wir soll­ten uns aber auch nicht auf unsere eige­nen Vorzüge konzen­tri­eren, denn diese sind dazu da, genutzt und nicht vorgezeigt zu wer­den. 
Die Kraft eines Men­schen liegt nicht in seinem Mut anzu­greifen, son­dern in sein­er Fähigkeit, Angrif­f­en zu wider­ste­hen. Daher soll­ten wir uns durch Med­i­ta­tion und Exerz­i­tien vor­bere­it­en und uns der eige­nen Absicht immer bewusst sein, um standzuhal­ten und den Weg fortzuset­zen, auch wenn alles um uns herum sich ver­schworen zu haben scheint, uns vom Ziel abzubrin­gen. Dem Sieg geht die Nieder­lage voraus. Der Schlüs­sel zum Sieg liegt darin, ver­lieren zu kön­nen und trotz­dem nicht aufzugeben.