Jedes Kind ver­sucht, ein Max­i­mum an Aufmerk­samkeit von sein­er Mut­ter bzw. seinen Eltern zu erhal­ten. Denn Aufmerk­samkeit ist Energie, es ist die fein­stof­fliche Nahrung, die es zum psy­chis­chen Über­leben braucht. Ein Kind will bemerkt, gese­hen, ange­sprochen und wichtig genom­men wer­den. Unbe­wusst wählt das Kind hierzu eine oder eine Kom­bi­na­tion ver­schieden­er Strate­gien, um ein Max­i­mum dieser Energie ‚Aufmerk­samkeit‘ zu erhal­ten.

Da kaum jemand in der Kind­heit satt wurde an Liebe, laufen die Kinder in erwach­se­nen Kör­p­er meist immer noch hun­grig durch die Welt und wün­schen sich, von anderen das zu erhal­ten, was Mama und Papa ihnen nicht aus­re­ichend geben kon­nten. Hier­durch erzeu­gen wir Ent­täuschung und Leid. Wenn jemand glaubt, einen anderen Men­schen und seine Liebe zu ‚brauchen’, ist es das Kind in ihm, das dies glaubt.

Diese Strate­gien heißen unter anderen:

1. Sich anpassen und brav, nett, lieb sein
2. Durch beson­dere Leis­tung in Schule, Sport glänzen
3. Per­fekt sein wollen; alles richtig machen und keine Fehler machen wollen
4. Öfter krank wer­den
5. Mama oder Papa ‚ret­ten’ wollen oder deren Beziehung zueinan­der
6. Zum Clown oder kleinen Schaus­piel­er wer­den und eine Rolle spie­len
7. Zum ‚Rebellen’ wer­den, sich ver­weigern und ‚Nein!’ sagen (auch neg­a­tive Aufmerk­samkeit nährt das Kind)
8. Immer lächeln, obwohl es nichts zu lachen gibt
9. Sich zu einem Men­schen außer­halb (Oma, Opa, Nach­barn) flücht­en, bei denen es sich angenom­men fühlt

Sich selb­st zu lieben bedeutet, dass Sie sich so akzep­tieren, wie Sie jet­zt sind.

Was tun Sie heute noch, um die Aufmerk­samkeit, Liebe, Anerken­nung und Bestä­ti­gung Ihrer Mit­men­schen zu erhal­ten?

Durch­schauen Sie Ihr Muster, öff­nen Sie Ihr Herz und schenken Sie sich selb­st Ihre Liebe mit viel Zeit und Aufmerk­samkeit für sich.

Die Her­aus­forderung in der in der Selb­stliebe liegt darin, sich von allen zu lösen und sich zu fragen:“Entspricht das meinem Wesen? Bere­it­et es mir Freude? Füh­le ich mich wohl dabei?” Let­z­tendlich ist es Ihre eigene Erfahrung, auf die es ankommt.

Man kommt leicht in Ver­suchung, ein­er anderen Per­son oder auch einem Buch zur Autorität zu erheben. Dadurch ver­lagert man die Entschei­dung, was gut für einen ist, jedoch nach außen und gibt Ver­ant­wor­tung ab. Mit einem Lehrer / Coach zu arbeit­en kann sehr hil­fre­ich sein, aber nur soweit man lernt, Infor­ma­tio­nen aufzunehmen und durch die gemein­same Arbeit zu wach­sen. Ich bin hier, um Ihnen Türen zu öff­nen und Wege zu zeigen. Den Weg beschre­it­en müssen Sie alleine.

Ich wün­sche Ihnen einen wun­der­schö­nen Tag.

Her­zliche Grüße

Kirsten Sei­del